Eigentlich war ich nur auf der Suche nach einem Hobby, welches ich ganzjährig, bei jedem Wetter, drinnen und draußen betreiben kann.
Es sollte auch nicht viel Platz weg nehmen.

Also kaufte ich mir meine erste digitale Spiegelreflexkamera. Zwei Objektive dazu und es konnte los gehen. Damit machen sich tolle Fotos von ganz alleine, dachte ich.

Die ersten Fotos, welche ich damit machte, sprachen aber eine ganz andere Sprache. Es konnte doch nicht sein, dass ich das fotografieren verlernt hatte.
Hatte ich doch bisher immer irgendeine Knipse mit im Urlaub dabei. Und die Bilder waren damals doch gar nicht so schlecht.
Das, was ich nun auf meinem Bildschirm betrachtete, hat mir überhaupt nicht gefallen. An der Kamera konnte es aber nicht liegen.
So musste ich feststellen, dass ich von Fotografie keinerlei Ahnung hatte. Am nächsten Morgen saß ich dann mit meiner Kamera auf dem Boden meines Wohnzimmers und habe versucht, alles was nicht niet- und nagelfest war, dekorativ in Szene zu setzen. Es gab kaum einen Gegenstand im Haushalt, welcher mir nicht vor die Linse gekommen ist. Da diese Ergebnisse schon sehr vielversprechend waren, war von da an meine Kamera mein ständiger Begleiter in der Freizeit.

Aus meinem Hobby wurde Leidenschaft.

Schon recht bald, bekam ich Anfragen aus meinem Freundeskreis, ob ich den hier und da mal ein paar Bilder machen könnte.
Hier eine Taufe, dort einen Geburtstag, etc. Um die Fotos machen zu können, welche ich machen wollte, benötigte ich dann aber doch noch etwas mehr Equipment. Hier ein Objektiv, da noch ein Stativ, ein paar Requisiten und Accessoires.
Und schon bald kam dann die komplette Studioeinrichtung.

Und so wurde aus Leidenschaft Berufung.

Auch wenn inzwischen eine paar Jahre vergangen sind, fasziniert mich die Fotografie noch wie an diesem ersten Tag. Bei jedem Shooting, bei jedem Auftrag habe ich die Gelegenheit meine Kreativität auf’s Neue zu fordern und meine Leidenschaft zu entfesseln.